

Die Monopoly-Story
Charles Darrow hätte es sich wohl damals nicht träumen lassen: Der arbeitslose Heizungsbau-Ingenieur und Erfinder des erfolgreichsten Brettspiels aller Zeiten wurde dank Monopoly zum Millionär. Die Entstehungsgeschichte des Monopoly ist die klassische Verwirklichung des amerikanischen Traums. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, bescherte Darrow der Welt ein Spiel, das einen beispiellosen Siegeszug antreten sollte.
Charles Darrow in der Monopoly-Küche
Aus der Not entstanden, wurde das heute berühmte Spiel um Macht, Mieten und Moneten ein Riesenerfolg. Mitten in der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre kreierte Darrow das Jahrhundertspiel an seinem Küchentisch. Als Vorlage diente Atlantic City, die Straßen malte er auf ein rundes Wachstuch. Die Häuser und Hotels fertigte er aus Holz, als Spielfiguren dienten Schmuckstücke seiner Frau. Bei einer Straße schlich sich allerdings ein Fehler ein: Anstelle der Straße „Marven Gardens“ setzte er versehentlich den Namen „Marvin Gardens“ auf das provisorische Spielbrett. Atlantic City drängte oft auf eine Korrektur, jedoch bis heute vergeblich.
Die Monopoly-Kunde verbreitet sich wie ein Lauffeuer
Im Freundeskreis fand das Spiel solchen Anklang, dass Darrow begann, pro Tag zwei Spiele herzustellen und sie für vier Dollar an Bekannte zu verkaufen. Bald stieg jedoch die Nachfrage erheblich und er ließ sechs Spielbretter pro Tag drucken. 1934 fand das Spiel endlich den Weg in die Regale eines Warenhauses in Philadelphia.
Parker lehnt ab: 52 fundamentale Fehler
Bereits 1933 hatte Darrow das Spiel dem Verlag Parker Brothers angeboten, der das Spiel aber wegen 52 fundamentaler Fehler ablehnte. In der Folge ließ der Erfinder auf eigene Kosten weitere 5.000 Exemplare produzieren, die sich gut verkauften. Von dem Erfolg des Spiels erfuhr auch Robert Barton, damals Präsident der Firma Parker Brothers, und korrigierte die ablehnende Haltung seines Hauses.
1935 – Parker erwirbt Monopoly-Rechte
Parker erwarb die Monopoly Lizenz und nahm das Spiel ins Sortiment auf. Schon nach kurzer Zeit produzierte Parker 20.000 Spiele pro Woche und hatte am Ende des ersten Jahres mehr als eine Million Spiele verkauft! Ab 1935 war Monopoly auch in Europa erhältlich und begeisterte zuerst Großbritannien, wenig später auch Deutschland. 1936 ließ Goebbels Monopoly wegen seines „jüdisch-spekulativen Charakters“ verbieten. Der wahre Grund für das Verbot war aber wohl, dass die Übersetzer der deutschen Monopoly-Version das Berliner Prominentenviertel Schwanenwerder, in dem der Reichspropagandaminister in einer Privatvilla lebte, mit Wuchermieten auf den Spielplan übertrugen. Goebbels war es anscheinend nicht recht, dass das Volk wusste, wie luxuriös er lebte. Auch in den Ländern des Ostblocks war das Spiel nicht erhältlich. Bis heute kommen die Bewohner Kubas, Nord-Koreas und Chinas nicht offiziell in den Genuss des spielerischen Geldeintreibens.
Von Atlantic City in die Welt
Der Erfolg rettete die Firma Parker vor dem Bankrott, denn durch die allgemeine, schwierige Wirtschaftslage waren viele Existenzen bedroht. Die Stadt Atlantic City widmete dem Spieleerfinder sogar eine Gedenktafel. In den weiteren Jahren setzte sich die Erfolgsgeschichte fort, trotz zum Teil gegenteiliger Einschätzung seitens Parker Brothers. Seit der professionellen Einführung auf dem amerikanischen Markt im Jahre 1935 wurden weltweit über 250 Millionen Monopoly-Spiele verkauft. Etwa 750 Millionen Menschen haben seitdem Monopoly gespielt. Mittlerweile ist der Familienspielklassiker in 80 Ländern und in 26 verschiedenen Sprachen erhältlich. Aber ist das Spiel wirklich allein Charles Darrow zu verdanken? Die Erfolgsgeschichte des arbeitslosen Heizungsbauers geriet Jahrzehnte später ins Wanken.
Elizabeth J. Magie – die Mutter von Monopoly?
Es ist inzwischen erwiesen, dass das heutige Monopoly gedanklichen Vorläufer hatte. Dieses ist das 1969 wieder entdeckte „The Landlord’s Game“ von Elizabeth J. Magie, patentiert 1904. Das Spielbrett ähnelte stark dem heutigen Monopoly und war von der Autorin in sozialkritischer Absicht entworfen worden. „The Landlords Game“ wurde allerdings nie professionell produziert. Allerdings gab es Weiterentwicklungen ihres Spiels, wie das bei Knapp Electric Company erschienene „Finance“. Der Erfinder Dan Layman hatte am College das Magie Spiel gespielt. Um allen rechtlichen Konflikten für die Zukunft vorzubeugen, erwarb Parker bereits 1936 Margies Patentrechte für 500 Dollar. 1991 erwarb der amerikanische Spielwarenkonzern Hasbro das Unternehmen Kenner-Parker-Tonka und hält seitdem die Rechte an Monopoly.
Ein Spiel sucht seine Meister
Millionen Begeisterte spielen seit sieben Jahrzehnten das wohl bekannteste Brettspiel aller Zeiten. Mit den offiziellen Monopoly Landes- und Weltmeisterschaften wurde vor über 20 Jahren eine Turnierwelt geschaffen, die es Spielern ermöglicht, sich mit den besten Monopolisten aus der ganzen Welt zu messen. 1973 fiel der Startschuss für die erste offizielle Monopoly Weltmeisterschaft in New York City. Heute finden die Weltmeisterschaften um Schlossallee und Co. analog zu den Olympischen Sommerspielen alle vier Jahre statt. Bereits zwölf Mal traten die jeweiligen Landesmeister aus Nationen aller Kontinente an, um Monopoly Weltmeister zu werden. In Deutschland finden die Monopoly Landesmeisterschaften derzeit alle vier Jahre statt. Die Qualifikation erwerben die Spieler zuvor über den Sieg bei regionalen Vorausscheidungsturnieren, bei Club-Meisterschaften oder bei Turnieren in Spielzeugläden. Amtierender Deutscher Monopoly Meister ist Hans-Georg Schellinger aus Reutlingen. Bei der Meisterschaft 2004 besaß er am Ende des Spiels sechs Häuser, neun Hotels sowie alle Straßen und schickte die Mitspieler in den Bankrott. Bei der anschließenden Weltmeisterschaft in Tokio belegte er unter 39 Mitstreitern den achten Platz.
Monopoly – weltweit auf dem neusten Stand
Seit der Erstausgabe von Monopoly mit den Straßenzügen des Zockerparadieses Atlantic City besitzt fast jedes Land sein eigenes Spielbrett mit national bekannten Prachtstraßen, meist aus der Hauptstadt. In Frankreich ist die Pariser Rue de la Paix das, was in Spanien der Paseo del Prado und in den USA der Boardwalk ist. Nur die deutsche, klassische Edition weist seit der Wiedereinführung nach dem Zweiten Weltkrieg ausschließlich fiktive Namen auf. Im Laufe der Jahre erschienen daneben immer wieder neue Versionen wie beispielsweise eine Ausgabe für Blinde, regionale Editionen wie die bayerische Version, Städte-Editionen, Jubiläumsausgaben wie 50 und 60 Jahre Monopoly sowie die Europa-Ausgabe oder Monopoly Junior. Seit Ende 2001 wird die Miete hierzulande zeitgemäß in Euro kassiert. In der aktuellen Edition „Monopoly Heute“ ersetzen Berliner Sehenswürdigkeiten die bis dato fiktiven Straßennamen der Klassik-Ausgabe, und auch die Miet- und Kaufpreise wurden den aktuellen Verhältnissen angeglichen.
Monopoly Banking: Klassiker wird digital
Eine kleine Revolution in der Monopoly-Welt bringt die derzeit erfolgreichste Edition des Spieles mit sich. Die Version ‚Monopoly Banking’ begeistert Spiele-Fans durch die Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dank Kreditkarten und passendem Lesegerät wird der spannende Spielverlauf rund um Immobilien und Hypotheken noch vielseitiger, wenn Häuser und Grundbesitz per Karte den Besitzer wechseln. Auch auf dem Spielbrett ist einiges neu, die Monopolisten bewegen sich mit Inlineskates, Rennwagen und Handy durch die Metropole Berlin. In der Edition Monopoly Banking zieren Berliner Schauplätze und Straßenzüge den Spielplan, und natürlich zahlen die Spieler Preise gemäß des aktuellen Berliner Mietspiegels. Statt Häusern erwerben sie moderne Apartments und zahlen Strafe für Mobiltelefonieren beim Autofahren.
Monopoly Deutschland – eine neue Ära
Mit der jetzt erschienenen innovativsten Edition des Klassikers wird ein neues Kapitel der deutschen Monopoly Geschichte geschrieben. Erstmals wurden die Felder des Brettes demokratisch gewählt und mit Orten aus ganz Deutschland belegt: Beim Online-Voting von Mitte Januar bis Ende März hatten die Fans des Spieles nicht nur die Gelegenheit, ihre Lieblingsstadt auf das Monopoly-Brett zu wählen. Vielmehr war ebenfalls ein bekanntes Wahrzeichen wählbar, welches die einzelnen Städte auf dem Spielbrett repräsentiert. Da die ganze Nation mitbestimmen konnte, welche 22 deutschen Städte auf dem Spielbrett landen, trägt diese spannende Edition den Titel Monopoly Deutschland.
Das aktuelle Monopoly Sortiment:
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| Monopoly Deutschland | Monopoly Classic | Monopoly Banking |
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| Monopoly SpongeBob | Monopoly Simpsons | Monopoly Trauminsel DVD-Brettspiel |
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| Mein erstes Monopoly | Monopoly Junior | Monopoly Disney |
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| Monopoly Buchformat | Monopoly Express | Monopoly Kompakt |













